AmperKliniken AG

Klinikum Dachau

 

[Proktologie] [Risikofaktoren] [Symptome] [Diagnostik] [Tumorklassifikation] [Therapie]
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 Erkrankungen der Gallenblase

  • Gallensteine bestehen aus verfestigten körpereigenen Bestandteilen. Sie bilden sich zumeist in der Gallenblase selten auch im Gallengang.
  • Gallensteine entstehen, wenn die verschiedenen Bestandteile der Gallenflüssigkeit nicht im richtigen Verhältnis zueinander vorliegen und dadurch Bestandteile „verklumpen und Kristallisieren. Meistens handelt es sich dabei um Cholesterin.
  • Gallensteine, die über lange Zeit in der Gallenblase liegen bleiben, können eine Entzündung/Reizung der Gallenblasenwand verursachen. Eine solche Gallenblasenentzündung nennt man Cholezystitis.
  • Gallensteine treten jenseits des vierzigsten Lebensjahres häufig auf. Meist rufen sie aber keine Symptome hervor. Nur ein Viertel der Menschen mit Gallensteinen muss deswegen behandelt werden.
  • Gallengangssteine müssen jedoch immer entfernt werden.
  • Symptomatische Gallensteine führen zu typischen Schmerzen, den so genannten Gallenkoliken. In diesen Fällen ist ein Arztbesuch nötig.
  • Der Arzt kann die Gallensteine meist mit einer Ultraschalluntersuchung nachweisen. Manchmal werden Röntgenuntersuchungen oder Endoskopien (Magen-/Darmspiegelungen) notwendig.
  • Gallenkoliken werden zunächst mit Schmerzmitteln behandelt.
  • Später sollte die Gallenblase entfernt werden, dies ist meist im Rahmen einer so genannten "Schlüsselloch-Chirurgie (laparoskopisch)" möglich.Bei elektiven laparoskopischen Cholecystektomie ist unsere Konversionsrate 2%.
  • Zur Vorbeugung gegen Gallensteine empfiehlt es sich auf eine gesunde (also fettarme, ballaststoffreiche) Ernährung zu achten. Übergewicht sollte reduziert werden, der Arzt kann dabei helfen.
  • Finden sich Gallensteine im Hauptgallengang und in der Gallenblase (Cholecysto-choledocholithiasis) kann man ein „therapeutisches Splitting durchführen. Es wird hierbei zunächst der Gallengang mittels ERCP saniert und anschließend die Gallenblase laparoskopisch entfernt.
  • Bei langjähriger Erfahrung in der minimal-invasiven Chirurgie kann auch das „one-Step-Verfahren „ eingesetzt werden. Es wird dabei laparoskopisch eine Choledochusrevision durchgeführt mit dem Vorteil, das die Papilla Vateri nicht geschädigt wird und das Risiko der post ERCP Pankreatitis entfällt. Wir können dieses Verfahren anbieten.
  • Chronische Entzündunge der Gallenblase, große Gallensteine, Steingallenblasen, Gallenblasenpolypen über 1 cm Durchmesser, und vor allen Porzelangallenblasen weisen ein erhöhtes Risiko auf ein Gallenblasenkarzinom auf
  • Weitere Komplikationen des Gallensteinleidens sind, -Cholecystitis, Biliäre Pankreatitis, Gallensteinileus,

Besonderheiten der chirurgischen Therapie: TULC  SILC

    Wir haben über Jahre die minimal invasive Cholecystektomie weiterentwickelt.Es wurden anfangs mindestens 4 Trokare verwendet. Heute ist dies die Ausnahme.

    total umbilikal 017 Es ist uns gelungen die Gallenblase durch kleinste Eintrittsstellen ausschließlich am Nabel zu entfernen(Total Umbilicale Laparoskopische Cholecystektomie,TULC). Dieses Verfahren hinterlässt nahezu keine Narben und es resultiert ein sehr gutes kosmetisches Ergebnis. Gegenwärtig erfolgt lediglich eine einzige Inzision am Nabel über die ein Optiktrokar und ein Arbeitstrokar eingebracht werden. Die Gallenblase wird mit Hilfsnähten exponiert. (Single incision laparoskopic cholecystectomie)(SILC)

    Im Gegensatz zu dem experimentellen Verfahren NOTES ( Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery), bei dem ein Holorgan z.B.der Magen als Zugang perforiert werden muss, ist diese Technik so sicher wie die Standard- Cholecystektomie.Gelegentlich wird ein zusätzlicher Trokar ( 5mm) platziert mit dem das Callotsch Dreieck sicherer eingestellt werden kann.

    Mittlerweile haben wir in dieser Technik mehr als 80 Cholecystektomien durchgeführt, die sämtlich komplikationslos verliefen. Durch perkutan eingebrachte Haltefäden lässt sich die Gallenblase exponieren und somit die Gangstrukturen im Leberhilus sicher darstellen. Die Haltefäden hinterlassen keine Narben und sind schmerzfrei. Das kosmetische Ergebniss ist sehr gut, da die verbleibende Narbe am Rand des Nabels kaum sichtbar ist.

    Was adrf man nach der Gallenblasenentfernung essen?

     Die steingefüllte Gallenblase funktuiniert nicht mehr, weil die Steinlast eine physiologische Kontraktion oft nicht erlaubt. Der Patient verspürt nach nach der Cholystektomie kaum einen Unterschied. Es gibt somit keine wesentliche Einschränkung. Dennoch sollten fette Speisen zunächst vermieden werden. Am Morgen nach der Operation darf der Patien ein normales Frühstück zu sich nehmen.

    wie lange dauert der Krankenhausaufenthalt?

    Wenn keine wesentlichen Nebenerkrankungen bestehen werden alle Operationsvorbereitungen einschließlich der Aufklärung in einem ambulaten Termin fertiggestellt. der Patient kommt dann in das Krankenhaus am Tag der Operation. Die Entlassung erfolgt je nach Befinden am ersten oder zweiten Tag nach der Operation.