AmperKliniken AG

Klinikum Dachau

 

[Kolonkarzinom] [Risikofaktoren] [Symptome] [Diagnostik] [Tumorklassifikation] [Therapie]
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DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziertes Qualitätsmanagement

 

Therapie:

Mit weit über 60 % führt die chirurgische Entfernung des Dickdarmtumor zum Heilungserfolg. Die Strahlentherapie und die Chemotherapie kann einen deutlich kleinerern Beitag zur Verbesserung der Prognose liefern. Die Vielzahl an wirksamen Medikamenten und Strahlen-Therapien müssen aber gut aufeinander abgestimmt werden. Dies ist der Grund wesshalb alle Patienten mit einem Kolon- und Rektumkarzinom im Tumorboard an jedem Donnerstag vorgestellt werden sollten. Nach den Qualitätskriterien sollten 90 % der Patienten mit einem Rektumkarzinom neoadjuvant mit einer Radiochemotherapie vorbehandelt werden. Patienten mit einem Kolonkarzinom werden nach kompletter endoskopischer Abklärung primär operiert. Wir favorisieren für Patienten ohne größere abdominelle Voroperation die laparoskopische Tumorresektion. Dies gilt vornehmlich für das Kolon ascendens Karzinom und das Sigma- und Rektumkarzinom. Findet man in den computertomographischen Voruntersuchungen einen großen Tumor so erfolgt stets eine offene Tumorresektion.

Die perioperative Vorbereitung und postoperative Nachsorge erfolgt in Anlehnung an das fast-track Konzept.

Wurde bei dem Patienten eine Koloskopie durchgeführt, so ist keine zusätzliche Darmreinigung mehr erforderlich. Wir führen sonst regelhaft bei Sigma- und Rektumresektionen eine Darmreinigung (Darmspülung) durch. Diese wird durch eine glukosehaltige Trinklösung abgeschlossen. In der postoperativen Phase beginnen wir mit einem schnellen Kostaufbau, so dass nach dem 5. postoperativen Tag sämtliche Drainagen und Zugänge entfernt sind und der Kostaufbau abgeschlossen ist. Der Patient ist somit am 5. postoperativen Tag potentiell entlassungsfähig.

Bei sehr tiefen Anastomosen (unter 5 cm ab ano) legen wir regelmäßig ein Schutzileostoma an. Nach Abheilung der Anastomose kann in ca. 6 bis 8 Wochen das Ileostoma wieder zurückverlagert werden.

Als technische Besonderheit verwenden wir zur Dissektion im Becken den Wasserstrahl-Dissektor, mit dieser sehr schonenden Technik ist es möglich, die Nervenstränge im kleinen Becken zu intakt zu lassen. Auf diese Weise können wir überdurchschnittlich häufig Funktionsstörungen (Blasenstörung, sexuelle Dysfunktion) vermeiden.

Tiefe anteriore Rektumresektion mit Totaler Mesorektumresektion mit dem Hydrojet